Ju Jutsu und Eskrima
im TV CANNSTATT 1846 e.V.


 

5 Jahre Doce Pares Eskrima-Organisation – Jubiläumslehrgang in Brackenheim



Zum fünfjährigen Bestehen der Doce Pares-Eskrima-Organisation in Deutschland fand am Pfingstwochenende ein großer Jubiläumslehrgang in Brackenheim bei Heilbronn statt. Zu diesem besonderen Anlass hatte das Präsidium den mehrfachen Welt- und Europameister Ermar Alexander (5. Dan) aus London eingeladen. Über unseren Schriftführer Marco Stolz war schnell ein Kontakt nach England hergestellt, so dass am Pfingstsamstag Meister Alexander am Stuttgarter Flughafen pünktlich landen konnte.

Bei sonnigem Pfingstwetter trafen sich fast vierzig Eskrimadores in Brackenheim, alle voller Erwartung und neugierig auf den illustren Gast. Nach einer Begrüßung durch den Präsidenten Dr. Hans-Ulrich Markmann und den Geschäftsführer Horst Eckert ging Ermar Aleksander gleich in die Vollen. Der Themenkomplex, der uns das Wochenende über beschäftigen sollte, waren Techniken mit dem Einzelstock unter besonderer Berücksichtigung von Wettkampftechniken. So wurden am Samstag schweißtreibende Einzelstocktechniken trainiert, in Kombinationen zu 4 bis 16 Schlägen hintereinander. Am Anfang wurden die Schläge in langsamer Folge zur Aufwärmung des Handgelenks durchgeführt, später das Tempo gesteigert, und zum Schluss war klar, warum Eskrima als „Kunst der fliegenden Stöcke“ bezeichnet wird. So wurden immer  neue Schlagfolgen in drillartiger Form eingeübt. Alles war fleißig und konzentriert dabei und lange Zeit hörte man nur das charakteristische Geräusch des Eskrima, das Klappern der Stöcke.

Am Sonntag ging es dann mit Partnerübungen weiter. So wurden die gelernten Kombinationen zunächst an einem Stock, dann mit Partnerkontakt, schließlich auch mit Block- und Kontertechniken geübt und durch ständiges Wiederholen verfeinert. Plötzlich spielten Begriffe, wie Distanz, gegnerisches Verhalten, Reaktionsschnelligkeit und Taktik eine Rolle. In einem weiteren Schritt wurde die Schutzkleidung für einen Vollkontaktstockkampf vorgestellt. Zunächst mussten 2 Beteiligte eine Rüstung anlegen, so dass jetzt alle anderen einmal die geübten Schlagdrills mit voller Kraft durchführen konnten.
Später durften besonders Interessierte nach dem internationalen Regelwerk in Schutzausrüstung gegeneinander antreten. Alle diese Mutigen waren aber von der Enge des Helms, von dem kleinen Gesichtsfeld durch das Helmgitter und von der konditionsraubenden Länge von 3 Runden zu einer Minute beeindruckt. Am Ende des Tages waren alle Beteiligten müde und erschöpft, aber mit einem breiten Lächeln im Gesicht als Elmar Alexander lobte:

“Übt weiter hart und Ihr könnt zu den Besten Europas werden!“ Mit dem philippinischen Abschiedsgruß „Mabuhay“ und der Gewissheit eines Wiedersehens im nächsten Jahr klang ein schönes Pfingstwochenende harmonisch aus.


(Dr. Uli Markmann)



























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